Kunstwerk

Station VI

Veronika reicht Jesus das Schweisstuch

Johannes Weber

Johannes Weber

Gedanken

Zunächst ist mein Beweggrund zur Teilnahme an diesem Projekt, die Herausforderung für den öffentlichen Raum ein Kunstwerk zu gestalten.

Mittels der fotografischen Technik ein Werk zu schaffen, stellt sich als besondere Aufgabe heraus. Dennoch ergibt sich eine spannende Idee. Ein Porträt zu realisieren, welches die Spuren des Schweiß getränkten Gesichtes auf ein Leinentuch überträgt.

Veronika heißt die Frau, die Jesus auf dem Kreuzweg das Tuch reicht, um ihm sein Leiden zu lindern. Die Hl. Veronika ist die Schutzpatronin der Fotografen.

„Der Gedenktag der Hl. Veronika fällt auf den 4. Februar. Der Name wird volksetymologisch als Zusammensetzung aus dem lateinischen vera (wahr) und dem altgriechischen εικών eikōn (Bild, Zeichen) als „wahres Bild“ gedeutet. „ (*)

So komme ich zur Fotografie, das Medium, mit dem ich mich künstlerisch bei dieser Kreuzwegstation besonders angesprochen fühle.

Fragen tauchen auf.

Was ist die Wahrheit in einem Bild / in einer Fotografie? Was bleibt vom Bild erhalten? Was sagt uns das Bild?

Das Foto zeigt in stofflicher Transparenz ein Porträt, eine Annäherung an das Schweisstuch der Veronika.

Johannes Weber

(*) Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Veronika

Im Fokus

Zur Person

Geboren 1960, Fotograf, lebt in Eupen

Laufbahn

Johannes Weber verbringt seine Kindheit und Jugend in Büllingen in der belgischen Eifel. Die intensive Nähe zur Natur und Landschaft der Eifelregion formen sein künstlerisches Empfinden. Er entdeckt seine Leidenschaft für die Fotografie im Alter von 8 Jahren. Die Zusammenarbeit mit dem Fotografen Hermann Weisweiler aus Aachen und das Fotodesignstudium an der Fachhochschule Dortmund prägen seine fotografischen Arbeiten. Schwerpunkte seiner Fotografie sind die Architektur des ländlichen Raumes und Themen, die einen engen Bezug zur Landschaft und zur Natur der Region Eifel und Ardennen haben. Johannes Weber zeigt seine Arbeiten in jährlichen Ausstellungen seit 1986 in Belgien und vielen europäischen Ländern. Zunehmend schreibt Johannes Weber Gedichte und Prosa, die seine meditative Fotografie bereichern.

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